11. August 2020 jkoenig

Unsere Mitarbeiter: Misa
»Das Krusti ist mein allerbester Freund«

Seit dem ersten Tag leitet sie den Verkauf und hat mittlerweile eine große Fangemeinde unter unseren Kunden, nun kehrt sie zurück nach Japan.

Misa, du stammst aus Kanagawa (in der Nähe von Tokio) und hast eigentlich einen IT-Hintergrund, wie um alles in der Welt bist auf die Idee gekommen, in einer Münchner Bäckerei zu arbeiten?

Ich bin mit einem Work & Travel-Programm hergekommen, mein Ziel war es, etwas Neues herauszufordern, was ich in Japan noch nicht erlebt habe. Dort hatte ich zehn Jahre im Software Engineering gearbeitet. Ich liebe Brot – und das beste Brot gibt es nun mal in Deutschland, deswegen habe ich mir hier einen Job in einer Bäckerei gesucht. Am liebsten hätte ich selbst Brot gebacken, aber das geht so schnell nicht ohne Ausbildung, darum habe ich mich entschieden, es als Bäckereifachverkäuferin zu versuchen. Hier hat man jeden Tag Kundenkontakt und ich konnte mein Deutsch schnell verbessern.

Ich habe mich durch sehr viele Anzeigen gewühlt. Schließlich hat mich nur die Ausschreibung von Julius gereizt, so habe ich mich hier beworben.

 

Was war deine Vorstellung von einer deutschen Bäckerei, als du aus Japan hergekommen bist?

Es gibt natürlich in Japan auch Bäckereien. Aber in Japan sind sie ganz anders. Ich wusste schon, bevor ich hier angefangen habe, dass Julius nicht so viele Produkte hat, sondern ein sehr kleines Sortiment. Das fand ich gut! Bevor ich angefangen habe, gab es ein Kennenlerntreffen. Dafür war ich sehr gut vorbereitet, ich habe extra meinen Laptop mitgebracht, um mir Notizen zu machen, und habe im Vorfeld ganz viel recherchiert. Ich war sogar in einer Bibliothek und habe mich mit Büchern wie “Brotbacken mit Sauerteig” und “Deutsch – in Handel und Verkauf” vorbereitet. Ich habe richtig studiert (lacht).

 

Als ich in Japan war, habe ich deutsches Brot gar nicht vermisst, so gut fand ich die Küche. Du hast vielleicht einen anderen Gaumen als ich deutsche Kartoffel – was schmeckt dir aus Julius` Sortiment besonders gut?

Am Anfang mochte ich das Bio Lichtkornroggen am liebsten, außerdem schmeckte mir das Bio Hauslaib sehr. Mittlerweile esse ich besonders gern das Bio Brothandwerk 25. Aber mein allerbester Freund ist das Bio Konrads Krusti: Egal ob ich krank oder gesund, hungrig oder satt bin, ich kann immer Krusti essen, jederzeit. Ich liebe es! In Japan habe ich viel gekocht, aber hier ernähre ich mich fast ausschließlich von Brot (lacht).

 

Wenn du sonst an die deutsche Brotlandschaft denkst, was ist dir hier in München besonders aufgefallen?

Ich mag gerne süße Teilchen, zum Beispiel Zimtschnecken, Croissants oder Streuselkuchen. Weil Julius auch Zimtschnecken ins Repertoire aufnehmen möchte, kaufe ich sie auch in anderen Bäckereien – natürlich nur zu Recherchezwecken (lacht). Das ist ein guter Vorwand, ständig Süßes zu essen!

»Ich freue mich, dass Julius` Brot
durch mich bis nach Japan gekommen ist.«

Du hast jetzt über ein Jahr hier verbracht und wirst bald nach Japan zurückgehen, was ist dein Resümee?

Seit 16 Monaten bin ich jetzt hier, genau, seit Februar 2019. Nun habe ich bereits meinen Rückflug gebucht, für Anfang September. Ich komme aber auf jeden Fall zurück! Vielleicht probiere ich noch einen anderen Job aus, denn mich interessieren noch viele andere Berufe. Aber mit Julius als Chef hatte ich viel Glück, wir sind super ausgekommen. Also würde ich mich natürlich auch freuen, zurück ins Team zu kehren.

 

Hast du dich sonst in München wohlgefühlt?

Ja, sehr. Ich bin zuvor einmal in Aachen gewesen, dort war ich auf einem Austausch und habe Deutsch gelernt. Da war ich noch Schülerin, vielleicht 17 Jahre alt. Während meiner Zeit hier habe ich auch ein paar Ausflüge gemacht, natürlich zum Schloss Neuschwanstein, außerdem nach Salzburg und Nürnberg. Kürzlich war ich auch für ein paar Tage in Hamburg, was mir zwar auch gefallen hat, aber von allen Städten gefällt mir München bisher am besten!

 

Wenn du nach Japan zurückkehrst, möchtest du dort auch weiter Brot backen?

Nein, dafür nehme ich aber umso mehr Brot im Gepäck mit (lacht). Leider kann man es nicht so weit verschicken… Als meine Familie letztes Jahr hier war, haben sie auch viel Brot mitgenommen. Mein Mann hat ganz viel davon eingefroren, er isst immer noch davon. Ich freue mich, dass Julius` Brot durch mich bis nach Japan gekommen ist.

 

Wenn du weg bist, wie glaubst du wird es weitergehen hier in Julius Team?

Ich bin sehr gespannt wie es wird, denn in diesem Jahr allein hat sich schon so viel verändert. Ein größeres Sortiment, mehr Mitarbeiter, bessere Technologie, mehr Kunden… Durch den verstärkten Betrieb hat sich der Laden bereits stark entwickelt. Ich hoffe, ich konnte viel von meinem Wissen an die neuen Mitarbeiter weitergeben. Es wird spannend sein, zu sehen, wie die Zukunft wird. Ich bin mir sicher, dass Julius weiterhin großen Erfolg hat!